Vor- und Nachteile des Brexit's und wie dem entgegenen

Briten verlassen die EU

Auch wenn die konkreten Auswirkungen noch nicht in aller Deutlichkeit bekannt sind, ist absehbar, dass der Brexit zu einer weiteren Verschärfung des Wettbewerbs führen wird. Auswirkungen des Brexits sind weniger Kapital auf dem Markt, weniger Käufer und damit schwierigere Marktbedingungen. Der Umkehrschluss ist, dass Anbieter sich noch stärker bemühen müssen, potentielle Kunden an sich zu binden bzw. bestehende Kunden zu halten.

Dies dürfte zu einem gesteigerten Interesse an Marketing Automation führen, da damit sowohl ein hoher Grad an Kundenbindung, wie auch an Lead-Konvertierung erreicht wird.

IT-Wirtschaft erwartet Vor- und Nachteile durch Brexit

In einer historischen Abstimmung hat Grossbritannien für den Austritt aus der EU gestimmt. Zwar sind die Folgen des Brexits noch nicht abzusehen, doch die IT-Wirtschaft rechnet dauerhaft mit eher negativen Auswirkungen. Berlin als Startup-Zentrum könnte jedoch profitieren.
Alle Appelle und Bitten haben nichts genützt: Die Bevölkerung Großbritanniens hat mit einer recht deutlichen Mehrheit von rund 1,3 Millionen Stimmen für einen Austritt des Landes aus der Europäischen Union gestimmt. Demnach stimmten 52 Prozent der Wähler für den Brexit, 48 Prozent waren dagegen. Großbritannien ist damit das erste Land in der Geschichte der EU, das die Staatengemeinschaft verlässt. Die EU hat damit nur noch 27 statt 28 Mitgliedstaaten, verliert mit Großbritannien allerdings 65 der bislang 508 Millionen Bürger.

Die wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen des Austritts sind derzeit noch nicht absehbar. Das gilt auch für die IT-Wirtschaft. Der Branchenverband Eco bedauerte in einer ersten Stellungnahme das Votum der Briten. "Die Entscheidung für den Brexit ist ein schwerer Rückschlag auf dem von der EU eingeschlagenen Weg hin zum einheitlichen digitalen Binnenmarkt", sagte Vorstandsmitglied Oliver Süme. "Einem fragmentierten Markt fehlt jede Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich mit Ländern wie die USA."

Berlin könnte London überflügeln

Der Verband schliesst dabei nicht aus, dass beispielsweise die deutsche Startup-Szene von dem Austritt profitiert. So habe es bereits Spekulationen gegeben, dass Berlin nun London den Rang als wichtigster europäischer Standort für Startups ablaufen könnte, weil eine Gründung dort immer unattraktiver wird. So befürchten beispielsweise Personalfirmen, dass es aufgrund der veränderten Einreisebestimmungen schwieriger wird, qualifizierte IT-Mitarbeiter auf die Insel zu locken.

Dennoch geht Süme davon aus, dass die negativen Aspekte des Austritts überwiegen. Es könne nun zwei Jahre oder länger dauern, bis sich Grossbritannien und die EU nach einem Austrittsantrag über die Details des Austritts geeinigt hätten. "Die schwierigen laufenden Verhandlungen um das Privacy-Shield-Abkommen mit den USA geben exemplarisch einen Eindruck, welcher Verhandlungsmarathon Europa jetzt auch mit England bevorsteht", sagte Süme. "Das bringt eine enorme Rechtsunsicherheit auch für Unternehmen aus der Internetwirtschaft mit sich - und damit voraussichtlich auch Umsatzrückgänge."

Weitere Informationen finden Sie bei dem Originalbeitrag von Golem.de unter:

http://www.golem.de/news/briten-verlassen-eu-it-wirtschaft-erwartet-vor-und-nachteile-durch-brexit-1606-121724.html